Rezension: Royal - Passion (1)

Buch:


Titel: Royal - Passion
Autorin: Geneva Lee
Verlag: blanvalet
Erschienen: 18.01.2016
Seitenzahl: 448
Preis: 12,99 Euro
Reihe: 1. Band (Trilogie)


Ich wollte ihn ganz.
Den Engel und den Dämon.
Himmel und Hölle.
Er war mein Fluch und meine Erlösung.

Inhalt:

Auf ihrer Abschlussfeier an der Oxford University trifft Clara Bishop auf einen attraktiven Fremden. Ohne Vorwarnung zieht er sie an sich, küsst sie leidenschaftlich und verschwindet. Clara hat keine Ahnung, wer der Unbekannte ist – bis ein Bild von ihnen beiden in der Zeitung auftaucht: Ihr heißer Flirt ist Prinz Alexander von Cambridge, Thronfolger von England, königlicher Bad Boy …

Dieser Mann ist gefährlich, in ihm lauern Abgründe, die Clara ins Verderben stürzen können. Ist Clara dieser magischen Anziehungskraft gewachsen?

Meinung:

Beinahe 40 Mal. So oft wurde das F-Wort in diesem Buch benutzt. Stellenweise sogar bis zu 3 Mal auf einer Seite bzw. innerhalb eines Abschnitts. Das hinzubekommen ist schon bewundernswert. Es vergehen daher kaum 10 Seiten bis die Sprache derart vulgär eskaliert, dass ich mir beim Lesen am liebsten den Kopf gegen die Wand geschlagen hätte.

Ehrlichgesagt bin ich überrascht von dem Buch. Der Schreibstil ist alles andere als ausgereift und mega platt, vulgär und einfach nur schlecht. Irgendetwas hatte diese Geschichte allerdings an sich, dass ich nicht aufhören konnte. Die Story selbst ist ja eigentlich auch eine sehr schöne Grundlage und bietet jede Menge Möglichkeiten, welche allerdings sehr wenig ausgeschöpft wurden, da es Großteils nur um das Eine ging und nichts Anderes. Dennoch waren die Geschichtspassagen dazwischen herrlich erfrischend und sogar wirklich fesselnd.


Man sollte sich ja eigentlich auch nicht beschweren, wenn der Schwerpunkt dieses Buches aus Sex-Szenen besteht, denn immerhin ist es ja ein Erotik-Roman und man sollte wissen worauf man sich einlässt. Was allerdings sehr störend ist, ist das Alexander sich irgendwie überhaupt nicht anders ausdrücken kann und sich ausschließlich über diese Art definiert.
Da das Buch aus Claras Sicht ist bekommen wir tiefe Einblicke in ihre Psyche und Gefühlswelt. Auch wenn ich sie manchmal nicht ganz verstehen kann, beispielsweise, wie sie auf einen Mann steht bzw. ihn liebt, der sich nur auf Sex versteht, aber naja so läuft das in solchen Büchern. Was ich an Clara allerdings sehr mag ist, dass sie trotz ihrer Unsicherheit, eine starke Person ist und sich eben doch nicht alles gefallen lässt. Sie ist nicht das typische graue, jungfräuliche Mäuschen, dass wir in 90 Prozent aller Liebesromane vorgesetzt bekommen, sondern eine starke und selbstständige Frau, die ein paar miese Dinge erlebt hat. Dennoch lässt sie sich nicht unterkriegen.


Alexander hat potential, allerdings wurde das nicht so richtig ausgeschöpft. Ich mag seinen Charakter, zumindest das was aufblitzt, wenn er es mal schafft über etwas Anderes zu sprechen als Clara auf alle erdenkliche Art und Weise zu nehmen. Das nimmt seinem Charakter leider die Tiefgründigkeit, vor allem da wir über ihn so gut wie nichts erfahren im ersten Teil. Ebenfalls stört es mich, dass er sich nicht richtig für sie einsetzt bei seiner Familie, er lässt Clara sehr oft ins offene Messer rennen.
So an sich mag ich ihn eigentlich sehr gerne, ich wünsche mir nur noch mehr Details und etwas mehr Konversation außer das F- und M-Wort. Denn eigentlich scheint er mir ein fürsorglicher und emotionaler Mann zu sein, dem schlimmes Wiederfahren ist. Was mich noch etwas verstört ist, dass er immer als Gefährlich tituliert wird, bis jetzt erschließt sich mir aber noch nicht in welcher Hinsicht er dies sein soll, außer ein sehr ungesunder Sextrieb.


Der Schluss war sehr vorhersehbar, denn es ist immerhin eine Trilogie, daher war ein Happy End von vornherein ausgeschlossen. Meine Reaktion dazu ist eher zwiegespalten. Ich habe das Gefühl, das Alexander nichts gelernt hat und Clara tut meiner Meinung nach auch das einzig richtige in dieser Situation. Braves Mädchen. Obwohl berechnend möchte man nun unbedingt wissen wie es weitergeht und auch wenn das Buch alles andere als eine literarische Wucht ist, so besitzt es doch die Gabe den Leser an die Geschichte zu fesseln.


Fazit:

Obwohl der Schreibstil sehr platt ist und sich zum Großteil nur um ein Thema dreht, ist die Story in diesem Buch dennoch gar nicht so übel und bis weilen auch sehr fesselnd. Man möchte es bereits nach kurzer Zeit nicht mehr aus der Hand legen. Und wenn man über die minimale Konversation hinwegsehen kann ist es sogar ganz gut.

Fesselnde Story mit platter Erzählweise, daher 3 Sterne.


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