Rezension: "Das Reich der sieben Höfe - Flammen und Finsternis"

Buch:

Titel: Das Reich der sieben Höfe - Flammen und Finsternis
Autorin: Sarah J. Maas
Verlag: dtv
Erschienen: 04.08.2017
Seitenzahl: 720
Preis: 19,95 Euro
Einzelband: Band 2 (Trilogie)
Englisch: A Court of Mist and Fury


"To the Stars who listen - 
and the Dreams that are answered"


Inhalt:
Feyre hat überlebt. Sie hat Amarantha, die grausame Fae-Königin, besiegt und ist mit Tamlin an den Frühlingshof zurückgekehrt. Doch das scheinbar glückliche Ende täuscht. Tamlin verändert sich immer mehr und nimmt ihr allen Freiraum. Feyre hat Albträume, denn sie kann die schrecklichen Dinge nicht vergessen, die sie tun musste, um Tamlin zu retten. Und sie ist einen riskanten Handel mit Rhys eingegangen und muss nun jeden Monat eine Woche an seinem gefürchteten Hof der Nacht verbringen. Dort wird sie immer tiefer in ein Netz aus Intrigen, Machtspielen und ungezügelter Leidenschaft gezogen.

Meinung:
Dieses Buch ist ein Meisterwerk. Ich habe bisher alle Bücher von Sarah J. Maas gelesen, welche auf Deutsch herauskamen, aber der zweite Band dieser Reihe ist bis jetzt das absolut Beste was sie je geschrieben hat. Dabei sind alle Bücher von ihr kleine und große Meisterwerke, sie versteht es wirklich die Leser zu begeistern und in ihre fantastische Welt der Fae hineinzuziehen. Man lebt diese Welt beim Lesen, die Gefühle, Ängste, Wut und Freude der Protagonisten gehen so in einem über, dass man sich als Teil der Geschichte betrachtet. Diese überwältigenden Gefühle erlebe ich selten bei einem Buch, ich konnte einfach von Beginn an an nichts anderes denken, als jede freie Minute in diese wundervolle und grausame Welt einzutauchen. Und auch jetzt klingt jeder Teil der Story, jede Szene noch so in mir nach, das ich es am liebsten nochmal nehmen möchte und erneut abtauchen.

Der erste Teil der "Das Reich der sieben Höfe" Trilogie war ja bereits ein wahnsinnig toller Einstieg, wenn auch der Beginn dieses Buches ein klein wenig langatmig war. Der zweite Teil hingegen ist Spannung bis zum letzten Wort. Es wird nicht langweilig, nicht auch nur einen Moment. Jede Szene hat seinen Sinn und nichts ist überflüssig oder zu lange erzählt. Alles ist einfach stimmig und genau richtig.

Wir lernen in diesem Teil einen anderen Hof kennen, allgemein sehen und lesen wir viel mehr zu der Welt von Prythian und das drum herum. Wir erfahren viel über die Vergangenheit und lernen neue und wichtige Charaktere kennen, die man einfach nicht mehr missen möchte. Mor, Cassian, Azriel und Amren. Selten noch habe ich so tolle Nebencharaktere gesehen, wo ich auch jeden für sich leiden konnte.

Es war auch klar, dass es im zweiten Buch um den Handel zwischen Feyre und Rhysand gehen wird und wir von ihm noch viel mehr zu hören bekommen und oh mein Gott, ich möchte nie wieder über Tamlin lesen. Ich war bereits im ersten Teil von Rhys hin und weg und nun bestätigt sich auch warum, denn er mag vielleicht vordergründig als grausamer Highlord gelten, aber wenn man den anderen Blickwinkel kennen lernt ist er einfach nur ein Traumprinz, den sich jeder nur wünschen kann. Ich bin ihm total verfallen und kann manche Szenen mit ihm einfach nicht oft genug lesen. Er ist ein so vielschichtiger und wundervoller Charakter. Ich jauchze jedes Mal vor Freude wenn er auftaucht.

Feyre ist zu Anfang des Buchs ein gebrochenes Mädchen, was ja durchaus Verständlich ist, nach den Schrecken, welche sie bei Amarantha erfahren hat. Sie sinnt sehr viel über sich selbst und die Dunkelheit in ihr nach, sie ist allein und nur ein Schatten ihrer selbst. Wir erleben oft, dass Protagonistinnen solche Wendungen im Lauf ihrer Geschichte erfahren, aber meistens ist man von diesem ewigen gejammertere genervt. Hier war das überhaupt nicht der Fall. Feyre fängt sich sehr schnell, bzw. versteckt es sehr gut und entwickelt sich über das Buch hinweg zu einer unglaublich starken Frau. Ich bewundere Sie wirklich sehr. Sie ist eine der wenigen, wenn nicht sogar die einzige Protagonistin, welche mir nach der Zeit nicht auf die Nerven ging.

Fazit:
Ich bin so überwältigt von diesem Teil, dass ich es gar nicht richtig in Worte fassen kann. Ich bin tausend Tode gestorben am Ende, so sehr habe ich mitgefühlt, ja die ganze Zeit mit gelitten und gelacht. Es war eine wunderbare Reise, die einen tief berührt. So viel Gefühl und Liebe habe ich noch selten für eine Reihe empfunden. Man bekommt einfach nicht genug, daher musste ich mir auch gleich den englischen dritten Band holen, weil 1 Jahr warten absolut nicht in Frage kommt.



Ich würde dem Buch ja 10 Sterne geben wenn es möglich wäre :)

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