Donnerstag, 6. Juli 2017

Rezension: "Das Herz des Verräters: Die Chroniken der Verbliebenen"

Buch:

Titel: Die Chroniken der Verbliebenen: Das Herz des Verräters
Autorin: Mary E. Pearson
Verlag: Bastei Lübbe (one by Lübbe)
Erschienen: 26.05.2017
Seitenzahl: 528
Preis: 18,00 Euro
Reihe: 2. Band (Trilogie)


Inhalt:
Nachdem Lia und Rafe nach Venda verschleppt werden, treffen Sie das erste Mal auf den Komizar. Dieser führt sein Reich mit harter Hand und scheint anfänglich wenig begeistert über seine Gefangenen. Jedoch zieht er bald seine Vorteile aus Ihrer Anwesenheit und ihrer Gabe. Die Vendaner heißen Lia willkommen, da sie in ihr die Erlösung sehen und auch sie fühlt sich dem Volk immer mehr verbunden. Es scheint aussichtslos diesem Gefängnis zu entfliehen…


Meinung:
Wow diese Geschichte entwickelt sich wirklich weiter und zwar zum positiven, denn Band zwei war um einiges besser und spannender als der Vorgänger. Was allerdings immer noch geblieben ist, ist die Langatmigkeit. Manche Dinge hätte man kürzen können oder schneller voran treiben. So schien es mir, dass wir in diesem Band überhaupt nichts erreicht haben, beziehungsweise kaum einen Schritt weiter gekommen sind. Weder kann Lia ihre Gabe beherrschen noch haben wir was anderes gesehen als ihre Gefangennahme in Venda. Allerdings war es keineswegs langweilig oder uninteressant, wir treten lediglich auf der Stelle.

Wir lernen Venda und seine Bewohner kennen und stellen fest, dass sie keinesfalls Barbaren sind, wie sie von den anderen Königreichen genannt werden. Es sind Menschen, die ein schweres Leben haben und versuchen ihre Lage zu ändern. Allen voran der Komizar, welcher mit harten Regeln regiert. Man findet sich hier stellenweise im Zwiespalt, denn einerseits tut er alles für sein Volk um sie am Leben zu erhalten, andererseits verhängt er sehr harte Strafen auf Verräter. Man kann sich nicht so richtig entscheiden ob man seine Taten gutheißen kann oder nicht. Da sie aus der Not entstehen.

Für das nächste Buch wünsche ich mir noch etwas mehr Hintergrundgeschichte zu den Altvorderen. Zwischen den Kapiteln gibt es ja immer wie-der die kleinen Geschichten und Zitate und man erfährt schon etwas mehr. Aber eben nicht genug und ich hoffe das erklärt sich noch. Gerade die Religion scheint mir noch sehr undurchsichtig. Vielleicht ist das aber auch so gewollt um uns am Ende zu überraschen.

Schön fand ich auf jeden Fall, dass wir mehr über Kaden und seine Vergangenheit erfahren und lernen seinen Hass auf Blaublütige zu verstehen. Ein Wink wer sein Vater ist gibt es auch am Schluss, wobei man dies nicht unbedingt angenommen hätte. Überhaupt mag ich Kaden sehr, er war mir von Anfang an sympathisch. Er ist ein guter Mensch dem abscheuliches widerfahren ist, so was prägt einen. Ich bin gespannt was noch aus ihm wird.

Rafe hingegen mag ich nicht so sehr. Er ist bestimmend und leider etwas arrogant. Typisch Prinz eben, wenn auch nicht so sehr typisch. Ich kann mich einfach nicht ganz mit ihm anfreunden, auch wenn seine Gefühle aufrichtig zu sein scheinen.

Lia mochte ich ja von Anfang an. Sie ist eine starke Persönlichkeit, die sich nichts gefallen lässt. Sie lässt sich nicht brechen, selbst in den schlimmsten Situationen gewinnt ihr loses Mundwerk die Oberhand, was ich stellenweise wirklich sehr unterhaltsam fand.


Fazit:
Eine wirklich tolle Fortsetzung, welche Lust auf das Finale macht. Stellen-weise etwas langatmig und Ereignislos, aber dennoch sehr spannend und tiefgründig.





Leichter Abzug von mir. 4,5 Sterne!

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